Autor Thema: Kirchensteuer Kirchen Mitgliederverlust 2013 fast 500.000  (Gelesen 2521 mal)

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Datko

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Die beiden großen christlichen Kirchen verlieren in Deutschland Jahr für Jahr zusammen fast eine halbe Million Mitglieder.

Durch die früher übliche Kleinkindtaufe sind die Menschen gegen ihr Selbstbestimmungsrecht Kirchenmitglieder geworden. Nachdem die Kirchen seit einigen Jahren den vielfältigen Druck auf die Bevölkerung nicht mehr aufrechterhalten können, verlieren sie massiv Mitglieder. Je nach Bundesland kann man beim Standesamt oder beim Amtsgericht ohne große Formalitäten austreten.

Wesentliche Bestandteile des Mitglieder Saldos sind  Sterbefälle, Taufen und Kirchenaustritte. Sowohl die Sterbefälle als auch die Kirchenaustritte sind wesentlich höher als die Taufen. Die Taufen gehen im langjährigen Durchschnitt mit ungefähr 2% pro Jahr zurückgehen. Der Rückgang ist dramatisch, da er Jahr für Jahr erfolgt.

In den nächsten Jahren werden sich Rückgänge in den einzelnen Bereichen, wie Taufe, kirchliche Trauungen, Rückgang des Gottesdienstbesuchs am Sonntag und Kirchenaustritte zum Großteil gegenseitig verstärken. So führt ein Rückgang bei den kirchlichen Trauungen sicherlich zu einem Rückgang bei Taufen. In Deutschland werden nur noch unter 1/4 der standesamtlichen Trauungen auch kirchlich vollzogen. 2013 gab es ungefähr 44.000 r.-k. Taufen, 2012 47.000, es geht steil bergab.

2013 verlor die evangelische Kirchensteuerkirche ungefähr 315.000 Mitglieder, die römisch-katholische Kirchensteuerkirche ungefähr 169.000 Mitglieder.
Siehe:
http://www.idea.de/nachrichten/detail/thema-des-tages/artikel/statistik-alle-evangelischen-landeskirchen-schrumpfen-82953.html
http://www.kirchenaustritt.de/statistik

Zusammen haben die beiden großen Kirchen ungefähr 484.000 Mitglieder verloren, über 1% des Bestandes.  2014 wird dieser Wert durch den momentanen weiteren massiven Anstieg der Kirchenaustritte und den Rückgang der Taufen weit übertroffen werden.

In den Medien sind die Kirchensteuerkirchen mittlerweile angreifbar, ihr Reichtum und ihre Habgier werden offen an den Pranger gestellt, was früher aufgrund ihrer Macht in dieser Deutlichkeit nicht möglich war.
« Letzte Änderung: 05.11.14 14:34 von Datko »